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Zukunft digitaler Außenwerbung liegt auf der Straße

Werbung auf Fahrzeugen, die jederzeit ausgetauscht und beliebig geschaltet werden kann: Diese Idee hatte der 26-jährige Martin Lechner aus Graz schon vor einigen Jahren. Die Technologie hat er jetzt auf Schiene gebracht. Dafür hat er gemeinsam mit einem Transportunternehmer und zwei Beratern das Start-Up ad[E]Drive gegründet.

Kunden können ihre Werbung selbst gestalten und planen

Um die dazu benötigten Werbebildschirme in entsprechender Größe herzustellen, wird die E-Paper-Technologie - die auch bei E-Readern eingesetzt wird - verwendet. "Diese montieren wir auf die Heckflächen von Lkws. Sie sind dann lesbar wie ein Plakat, aber haben den Vorteil, dass man sie flexibel wechseln kann", so Lechner. "Die Vorteile dieser Flächen sind vielfältig: Statt wie bisher, wenn überhaupt, Folien mit Einzelwerbung aufzubringen, scheinen nun, zeitlich wie regional genau laut jeweiligem Auftraggeber getaktet, Informationen aller Art digital auf."

Mit einer Buchungssoftware können die Kunden selbst ihre Werbung gestalten und planen. Sie können darüber hinaus auswählen, in welchem Gebiet sie ihre Werbung schalten möchten, wie lange sie sie schalten möchten, wie oft die Werbung wiederholt werden soll und wann ihre Werbung ausgespielt werden soll. "Daraus wird dann dynamisch der Preis, nach Dauer, Ort, Zeit und Wiederholung ermittelt. Zusätzlich werden den Kunden übersichtliche Grafiken und Auswertungen über den Erfolg ihrer Werbung zur Verfügung gestellt", so ad[E]Drive über die von ihnen angebotene Technologie.

Erster Preis beim Elevator Pitch der Jungen Wirtschaft Steiermark

Derzeit werden die Prototypen gebaut, die ab Mitte des Jahres testweise zum Einsatz kommen sollen. Bis zu zehn LKWs, die mit den E-Paper-Screens ausgestattet sind, werden dann auf der Strecke Wien-Graz unterwegs sein.

Beim Elevator Pitch der Jungen Wirtschaft Steiermark konnten Lechner und sein Team im Dezember 2016 die Jury überzeugen. ad[E]Drive setzte sich gegen 100 andere Start-Ups und Jungunternehmer durch und heimste den Hauptpreis von 5.000 Euro ein. Vom Verkehrsministerium hat es bereits grünes Licht für die von ad[E]Drive entwickelte Technologie gegeben. Aber nicht nur das: Das Ministerium will sie auch selbst nutzen, um etwa noch schneller vor Staus zu warnen.

Fotos: ad[E]Drive