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Die dicksten Testimonials aller Zeiten

Anfang März startetet der #MarchforGiants in Manchester. 1.000 Elefanten haben sich auf eine Wanderung rund um den Globus begeben, um auf das Problem der illegalen Jagd auf Dickhäuter aufmerksam zu machen. Täglich werden im Schnitt 55 afrikanische Elefanten von Wilderern getötet.

Echte Elefanten und digitale Doppelgänger

Das besondere an der Aktion ist, dass natürlich nicht 1.000 echte Elefanten auf Reisen geschickt wurden, sondern digital animierte Tiere, die auch nicht die Straßen unsicher machen, sondern auf Out Of Home-Screens in sieben Städten sowie in den Sozialen Medien zu sehen sind. Nach dem Start in Manchester geht es weiter nach Birmingham, dann in die britische Hauptstadt London, von dort aus nach Paris und Amsterdam, dann in die australische Metropole Melbourne und schließlich in das afrikanische Land Botswana, wo der "Giants Club Summit" stattfand.


ein gewichtiger Markenbotschafter für einen ernsten Zweck

Jedes der 1.000 virtuellen Tiere repräsentiert einen echten Elefanten, der während der Kampagne durch den finanziellen Beitrag einer Person geschützt wurde. Für umgerechnet 5,60 Euro bekommt man seinen eigenen digitalen Elefanten, den man individuell gestalten kann.

Die EU als größter Elfenbeinhändler der Welt

Hinter der spektakulären Out Of Home-Kampagne steckt die internationale NGO "Space for Giants", die ihren Sitz in Großbritannien hat, und sich für den Schutz der großen Säuger einsetzt. "Space of Giant"-CEO Max Graham warnt davor, im Kampf gegen die Wilderei nachlässig zu werden: "Wir haben bereits große Erfolge für den Schutz der Elefanten erzielen können, aber es besteht immer die Gefahr, dass wir zu selbstzufrieden werden. Es wird weiterhin gewildert und der Lebensraum der Elefanten ist nicht sicher. Unser Job ist somit noch nicht beendet."


eine digitale Herde rettet echte Elefanten
Der "Giants Club Summit" bringt politische Entscheidungsträger, Umweltschützer und Meinungsmacher aus Afrika zusammen, um den nächsten Schritt zum Schutz von Elefanten zu setzen. Sie unterstützen in diesem Zusammenhang eine Petition, die über eine Million Unterschriften gesammelt hat, damit die Europäische Union dem Elfenbeinhandel endlich ein Ende setzt. Nachdem China Ende 2017 den Handel mit Elfenbein verboten hat, bleibt die EU der größte legale Elfenbeinhändler der Welt.

Ingrid Kaiser, Leiterin Fundraising, Marketing und Kommunikation WWF Österreich

In kürzester Zeit wichtige Messages effektiv vermitteln

Auch in Österreich schaut man zufrieden auf den #MarchforGiants. "Als globale Organisation unterstützt der WWF die Initiative, weltweit auf die Bedrohung der Elefanten aufmerksam zu machen, aus vollstem Herzen", erzählt Ingrid Kaiser, Leiterin Fundraising, Marketing und Kommunikation im WWF Österreich. "Die Zahlen illegal getöteter Wildtiere bewegen sich mittlerweile auf einem besorgniserregenden Niveau und sind untragbar hoch für die ohnehin schon sehr fragilen Bestände. Jeder Beitrag im Kampf gegen Wilderei zählt."

Aus ihrer Sicht könne der #MarchforGiants als weltweit sichtbare, innovative Kampagne zur Bewusstseinsbildung beitragen. Auch bei WWF spielt Out Of Home seit vielen Jahren eine tragende Rolle. "Plakate haben den Vorteil, innerhalb kürzester Zeit mit größter Penetration effektiv NGO-Anliegen und wichtige Messages der Öffentlichkeit zu vermitteln", ist Kaiser überzeugt.

Um der Wilderei erfolgreich entgegentreten zu können, bedürfe es langfristig jedoch "eine effektive und ganzheitliche Arbeit entlang der gesamten illegalen Handelskette - zum einen durch die Bekämpfung der Wilderei direkt vor Ort, zum anderen durch die Reduktion der Nachfrage nach Elfenbein in den Abnehmermärkten."

Fotos: Elefant.jpg, Paris.jpg © March for Giants; Ingrid-Kaiser.jpg © Bright Light Photography