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Das Schaufenster zum Swipen

Nowa: Das Tinder für Schaufenster

Nichts weniger als das "interaktive Schaufenster" verspricht das deutsche Start-up Fluur mit seiner Innovation "Nowa". "Nowa" soll die klassische Trennung zwischen dem digitalen und dem analogen Point of Sale überwinden. "Wir stellen unseren Kunden ein digitales, interaktives Produkt zur Verfügung, das die klassische Trennung zwischen dem digitalen und dem analogen Point of Sale überwindet", erklärt man bei Fluur das Konzept von "Nowa". "Im Kern besteht 'Nowa' aus einem oder mehreren Displays, deren Inhalte von mehreren Betrachtern zeitgleich bedient werden können."



Keine App notwendig

Notwendig sei dafür lediglich ein internetfähiges Smartphone. Da die Steuerung direkt über den Browser erfolge, sei es nicht notwendig eine App zu laden. Nach dem Scannen eines QR-Codes oder der direkten Eingabe der URL in den Browser gelangt der Nutzer auf eine mobile Microsite. Der Betrachter kann nun die digitalen Inhalte des Schaufensters direkt ansteuern und beispielsweise durch Produktpaletten blättern, Produkte in 360° betrachten oder die angebotenen Produkte durch Farb- und Materialauswahl personalisieren.

Durch die direkte Darstellung in Echtzeit sind soziale Interaktionen zwischen den Passanten, die einen wesentlichen Bestandteil des konventionellen Schaufensterbummels bilden, weiterhin möglich. "Nowa bietet so alle Vorteile einer modernen, digitalen Schnittstelle und vereint diese mit den Charakteristiken des konventionellen, analogen POS."

Shoppen auch nach Ladenschluss - so geht's

Bei Europas größtem Schuhhändler Deichmann wird bereits ein System verwendet, das "Nowa" nicht unähnlich ist. "Wir haben Online- und Offline-Handel schon früh auf verschiedenen Ebenen vernetzt", erzählt Silvia Kosbow, Leiterin Marketing und Kommunikation Mittel- und Südosteuropa (CSEE) bei Deichmann. "Ein Beispiel ist das 'Window Shopping'. Der Kunde kann dabei über ein System im Schaufenster der Filiale Schuhe online bestellen, auch wenn das Geschäft geschlossen ist. Dieses Konzept, eine Brücke zwischen dem stationären Handel und dem Onlineshop zu schlagen, werden wir auch in Österreich weiterentwickeln."

Interaktive Schaufenster
Silvia Kosbow, Leiterin Marketing und Kommunikation CSEE Deichmann

"Digitaler Fortschritt wird den Handel nachhaltig beeinflussen"

Kosbow kann der Idee von "Nowa" einiges abgewinnen und hält es vor allem in Bezug auf die Ausrichtung auf Omnichannel Maßnahmen für ein "interessantes Produkt": "Schön an 'Nowa' ist, dass kein Download einer eigenen App notwendig ist. Der digitale Fortschritt ist unaufhaltsam und wird den Bereich Handel und Einzelhandel nachhaltig beeinflussen und verändern." Bei Deichmann habe man "frühzeitig damit begonnen auf diese Entwicklungen Rücksicht zu nehmen."

"Nowa" soll jetzt in die Vermarktung gehen, verrät man bei Fluur. Es wurde bereits als Informationsinstrument für ein kulturelles Projekt eingesetzt. Dabei erhobene Nutzungsdaten sind nicht repräsentativ, würden aber in eine positive Richtung weisen. Die erste Umsetzung für einen großen werbungtreibenden Kunden sei in Arbeit.

Fotos: Silvia-Kosbow_C_Deichmann.jpg © Deichmann