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Technavio: Out of Home um 31 Milliarden Dollar

Plakat als Maß aller Außenwerbedinge

Das international tätige Marktforschungsunternehmen Technavio hat die globale Entwicklung im Out Of Home (OOH) Bereich unter die Lupe genommen und die Ergebnisse und Prognosen in dem Report „Global Outdoor Advertising Market 2017 – 2021“ veröffentlicht. Insgesamt erwarten sich die Studienautoren ein Wachstum von rund fünf Prozent pro Jahr. Demnach soll das Marktvolumen im Jahr 2021 bei weltweit 31,19 Milliarden US-Dollar liegen.




Plakate bringen fast drei Viertel der Erlöse

Technavio unterteilt den Markt in die Bereiche Billboards (Plakate), Shelters (Wartehäuser), Transit Displays (Verkehrsmittelwerbung) und Street Furniture (Ambient Media Werbeflächen). Mit 71,02 Prozent Anteil im Jahr 2016 sieht das Marktforschungsinsitut  das klassische Plakat nach wie vor als die Gattung, die das überwiegende Gros der Erlöse bringt, mit einem jährlichen Wachstum von 3,79 Prozent jedoch gleichzeitig das Segment mit der niedrigsten Steigungsrate ist.

Den zweitgrößten Anteil hält das Segment Shelters mit 14,2 Prozent. Dazu gehören Kiosk Screens, freistehende DOOH Bildschirme und andere Displays, die in Einkaufszentren (Retail DOOH) und Sport-Arenen installiert wurden. Für die Shelter Displays wird ein Wachstum von jährlich rund 6,15 Prozent erwartet.

Transit Displays als logische Weiterentwicklung von DOOH

Den höchsten Zuwachs wird es hingegen bei den Transit Displays – also Werbemedien im Bereich Öffentlicher Nahverkehr – geben. Hier sei mit einem durchschnittlichen Wachstum von 6,67 Prozent pro Jahr zu rechnen. Im Jahr 2016 stand dieser Bereich für 12,94 Prozent des weltweiten Gesamtmarktes.

Arno Reisenbüchler, Agentur AANDRS

Für Arno Reisenbüchler, Mitgründer der Agentur AANDRS, ist das rasante Wachstum dieser Teildisziplin keine Überraschung: „Die Zukunft der Außenwerbung ist ganz klar digital. Mittelfristig werden jegliche Spielarten der Außenwerbung nicht mehr plakatiert, sondern programmiert. Transit Displays sind die logische Weiterentwicklung von DOOH und noch lange nicht das Ende der digitalen Fahnenstange.“ Transit Displays seien mitunter auch deshalb interessant, weil die gesammelten Daten genauen Aufschluss über das Zielgruppenverhalten im öffentlichen Nahverkehr liefern können.


Rudi Nemeczek, Kreativdirektor Agentur Echt!

Wenige Märkte mit einer Stellendichte wie Österreich

Werbelegende Rudi Nemeczek, Kreativdirektor bei der Agentur Echt!, prophezeit eine rosige Werbe-Zukunft :„Österreich spielt ja quasi in der Champions League der Außenwerbung. Nur wenige Märkte können auf eine derartige Stellendichte wie die Alpenrepublik verweisen. Unsere mobile Gesellschaft und Außenwerbung passen perfekt zusammen.“ Nemeczek pflichtet Reisenbüchler bei, dass die Zukunft von OOH digital sein wird: „Ja, die Digitalisierung hat sich auch zur Außenwerbung durchgearbeitet und liefert da einiges an vor allem technischer Innovation. Dem Trend folgend finden deshalb auch Transit Displays immer mehr Freunde.“

 Arno Reisenbüchler ergänzt abschließend: „Die Technologie brillanter Displays wird immer billiger, was zu mehr Screens an mehr Standorten führen wird. Die Vorteile für Werbetreibende liegen nun einmal klar auf der Hand: Hyper-Targeting, Real Time-Content oder Zielgruppen-Interaktionen mit der damit verbundenen Brücke zu Mobile Advertising sind nur drei davon.“