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Plakative Kunst - die 100 Besten im MAK

Typografische Experimente, schrill-schreiende Bildkompositionen, gewagte Fotomontagen: Das Medium Plakat zeigt auch heuer wieder im Rahmen der Ausstellung "100 Beste Plakate" ab 28. September 2016 im Wiener Museum für angewandte Kunst, wie lebendig Außenwerbung sein kann.


Werbung trifft Kunst schafft Aufmerksamkeit

100 Beste Plakate: Zwei österreichische Arbeiten vorn dabei

Der unabhängige Kreativ-Wettbewerb wird seit 2002 durchgeführt, um das vielseitige Spektrum deutschsprachiger Plakatgestaltung zu zeigen. Unterschiedliche Kategorien wie "Plakate als Werbemittel für Wirtschaft, Kultur und Soziales" oder "Auftragsarbeiten mit Aushang im öffentlichen Raum".

Die Auswahl der aufgenommenen Arbeiten erfolgt über die Endauswahl einer jährlich wechselnden Jury, die ausgewählten Plakate werden der Öffentlichkeit in Berlin, Essen, Nürnberg, Luzern und Wien vorgestellt.


Auffallend abgehoben

Viele Einreicher - zwei Gewinner

2016 haben sich insgesamt 605 Einreicher, davon 125 Agenturen, Grafik- und Designbüros, 465 Einzelgestalter und 15 Auftraggeber am diesjährigen Wettbewerb beteiligt. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegenen Zahl österreichischer Teilnehmer - es gab 64 Einreichungen aus Österreich - konnten es nur zwei Projekte unter die prämierten Arbeiten schaffen.

Stefan Joch aus dem Atelier ZWUPP schuf mit Astronautovic eine Hommage an den kontrovers diskutierten österreichisch- serbischen Fußballspieler Marko Arnautović. Das im Eigenauftrag entstandene Plakat wurde im Siebdruckverfahren hergestellt und basiert auf Michael Kranewitters medial weit verbreiteter Fotografie des Sportlers.

Das zweite österreichische Gewinnerprojekt entstand im Studio für visuelle Gestaltung "Beton - Gruppe für Gestaltung". Mit dem Festivalplakat zu den Dokumentarfilmtagen in der bayerischen Kreisstadt Schwandorf überzeugten Oliver Hofmann, Benjamin Buchegger und Daniel Car die Jury heuer mit einer rein typografischen Lösung.


Peter Klinger, MAK-Kurator

Von der Pflicht zur Kür der Plakate

Peter Klinger, MAK-Kurator für die diesjährige 100 beste Plakate-Ausstellung, über die Besonderheiten des heurigen Jahrganges: "Der diesjährige Wettbewerb ist durch den scheinbar grenzenlosen Ideenreichtum vor allem der schweizerischen Grafiker geprägt. Der Reiz der "100 Besten" besteht aus dem Mix an politisch motivierten Plakaten, Plakaten für Kultureinrichtungen und - leider etwas hintenan - Plakate für Produktwerbung. Damit heben sich die im MAK gezeigten Plakate klar von der Masse ab - die "Pflicht" des Plakats ist es eine Botschaft zu senden; die "Kür" dies auf originelle Weise zu tun."

Die Ausstellung ist vom 28. September 2016 bis zum 5. Februar 2017 im MAK-Kunstblättersaal (MAK, Stubenring 5, 1010 Wien) zu sehen. Jeden Dienstag von 18:00-22:00 Uhr ist der Eintritt frei.