Saubere Luft dank Autowerbung

Werbung wirkt - und das seit neuestem auf ganz ungewöhnliche Weise. Der deutsche Out Of Home Spezialist Outsite Media vermarktet Riesenposter, die nicht nur der Werbung dienen, sondern zugleich auch die Luftqualität verbessern.

Saubere Luft statt heiße Luft

"The Breath" (engl. "Atem"), so der Name des innovativen Materials, lässt die bis zu 1.000 m² großen Werbeplanen zu einer Art Luftfilter werden. Dabei wird auf die Rückseite der Riesenposter ein aus drei Schichten bestehendes Gewebe montiert. Die mittlere Schicht besteht aus einem mit Nanomolekülen verstärkten Stoff, der die gesundheitsschädlichen Partikel, die durch Verkehr, Industrie und Landwirtschaft in die urbane Luft gelangen, absorbiert, speichert und dauerhaft aus der Luft filtert.


Ein Plakat für schöne Wände und saubere Luft

Da für diesen Vorgang allein die natürliche Bewegung der Luft ausreicht, benötigt der Reinigungsprozess auch keine zusätzliche Energie. Einmal montiert, wirkt "The Breath" bis zu sechs Monaten absorbierend, geruchsneutralisierend und keimtötend. Laut Outsite Media kann ein mit dem speziellen Stoff ausgestattetes großflächiges Riesenposter in einem halben Jahr die Schadstoffe von bis zu 200.000 Autofahrten aus der Luft filtern.


Tobias Lange, Director PHD Germany

Kreative Media-Idee als Verstärker

Die erste Kampagne in Deutschland, bei der das neuartige Material eingesetzt wird, stammt ausgerechnet von einem Automobilkonzern. Seat will seine Motoren mit Erdgasantrieb stärker ins Bewusstsein der Verbraucher rücken. Für Tobias Lange, Director bei der Agentur PHD Germany, die für die Konzeption der Kampagne verantwortlich ist, ist das Luftfilter-Plakat "ein tolles Beispiel dafür, wie sich Werbebotschaften mittels kreativer Mediaideen auch auf den Werbeträger übersetzen lassen."

Ihren ersten Einsatz hatten "The Breath" und Seat am Lenbachplatz in München - ein Platz mit bekannt hohem Verkehrsaufkommen im Zentrum der bayrischen Hauptstadt. Entwickelt wurde "The Breath" von dem italienischen Unternehmen Anemotech, das das Material nach drei Jahren Forschung und Entwicklung zur Marktreife gebracht hat.

Fotos: The-Breath © Outsite Media GmbH/Bernd Ducke; Tobias-Lange © PHD Germany

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